Lindelied

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Auf dieser Seite sind die bekannten Versionen des Lindeliedes gegenübergestellt. Nicht miteinbezogen sind Veröffentlichungen, die nach Adlmaiers „Blick in die Zukunft“ erschienen, weil diese sämtlich auf Adlmaier zurückgehen.

Zugrunde liegt die Urfassung von 1920 in originaler Rechtschreibung und Zeichensetzung. Farbig hervorgehoben sind von der Urfassung abweichende Stellen.

Gegenüberstellung der verschiedenen Versionen des Liedes

Textunterschiede zur Erstveröffentlichung sind blau hervorgehoben.

1920 1925 1949 1950 1955 1961
1

Alte Linde bei der heil’gen Klamm,
Ehrfurchtsvoll betast’ ich deinen Stamm:
Karl den Großen hast du schon gesehn,
Wann der Größte kommt, wirst du noch stehn.

Alte Linde bei der heil’gen Klamm,
Ehrfurchtsvoll betast’ ich deinen Stamm:
Karl den Großen hast du schon gesehn,
Wann der Größte kommt, wirst du noch stehn.

Alte Linde bei der heil’gen Klamm
Ehrfurchtsvoll betast’ ich deinen Stamm
Karl den Großen hast du schon gesehn
Wann der Größte kommt, wirst du noch stehn.

Alte Linde bei der heil’gen Klamm,
Ehrfurchtsvoll betast’ ich deinen Stamm:
Karl den Großen hast du schon gesehn,
Wann der Größte kommt, wirst du noch stehn.

2

Dreißig Ellen mißt dein grauer Saum
Aller deutschen Lande ältster Baum
Kriege, Hunger schautest, Seuchennot
Neues Leben wieder, neuen Tod.

Dreißig Ellen mißt dein grauer Saum,
Aller deutschen Lande ältster Baum!
Kriege, Hunger schautest, Seuchennot,
Neues Leben wieder, neuen Tod.

Dreißig Ellen mißt dein grauer Saum,
Aller deutschen Lande ältster Baum!
Kriege, Hunger schautest, Seuchennot,
Neues Leben wieder, neuen Tod.

Dreißig Ellen mißt dein grauer Saum,
Aller deutschen Lande ältster Baum!
Kriege, Hunger schautest, Seuchennot,
Neues Leben wieder, neuen Tod.

3

Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl,
Roß und Reiter bargest einst du wohl,
Bis die Kluft dir deckte milde Hand,
Breiten Reif um deine Stirne wand.

Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl,
Roß und Reiter barg er einstens wohl
Bis die Kluft ihm deckte milde Hand
Breiten Reif um seine Stirne wand.

Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl
Roß und Reiter bargest einst du wohl
Bis die Kluft dir deckte milde Hand
Breiten Reif um deine Stirne wand.

Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl,
Roß und Reiter bargest einst du wohl,
Bis die Kluft dir sacht mit milder Hand
Breiten Reif um deine Stirne wand.

4

Bild und Buch nicht schildern deine Kron’
Alle Aeste hast verloren schon
Bis zum letzten Paar, das mächtig zweigt,
Blätterfreudig in die Lüfte steigt.

Bild und Buch nicht schildern deine Kron’
Alle Aeste hast verloren schon
Bis zum letzten Paar, das mächtig zweigt,
Blätterfreudig in die Lüfte steigt.

Bild und Buch nicht schildern deine Kron
Alle Aeste hast verloren schon
Bis zum letzten Paar, das mächtig zweigt
Blätterfreudig in die Lüfte steigt.

Bild und Buch nicht schildern deine Kron’
Alle Aeste hast verloren schon
Bis zum letzten Paar, das mächtig zweigt,
Blätterfreudig in die Lüfte steigt.

5

Alte Linde, die du alles weißt,
Teil uns gütig mit von deinem Geist,
Send ins Werden deinen Seherblick,
Künde Deutschlands und der Welt Geschick!

Alte Linde, die du alles weißt,
Teil uns gütig mit von deinem Geist,
Send ins Werden deinen Seherblick,
Künde Deutschlands und der Welt Geschick!

Alte Linde, die du alles weißt
Teil uns gütig mit von deinem Geist
Send ins Werden deinen Seherblick
Künde Deutschlands und der Welt Geschick.

Alte Linde, die du alles weißt,
Teil uns gütig mit von deinem Geist,
Send ins Werden deinen Seherblick,
Künde Deutschlands und der Welt Geschick!

6

Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht,
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit:
Hundertsechzig Siebenjahre Frist –
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht,
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit:
Hundertsechzig Siebenjahre Frist –
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit
Hundertsechzig sieben Jahre Frist
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit
Hundertsechzig sieben Jahre Frist
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit
Hundertsechzig sieben Jahre Frist
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht,
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit:
Hundertsechzig sieben Jahre Frist
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

7

Fremden Völkern frohnt dein Sohn als Knecht,
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht.
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

Fremden Völkern frohnt dein Sohn als Knecht,
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht.
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

Fremden Völkern frohnt dein Sohn als Knecht
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

Fremden Völkern frohnt dein Sohn als Knecht
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band

Fremden Völkern frohnt dein Sohn als Knecht
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

Fremden Völkern frohnt dein Sohn als Knecht,
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht.
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

8

Zehr o Magen, zehr von Deutschlands Saft,
Bis mit seiner endet deine Kraft:
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin, –
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

Schröpft, Vampyre, schröpft von Deutschlands Saft
Bis mit deutscher endet eure Kraft
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin, –
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

Zehr vom Magen, zehr von Deutschlands Saft
Bis mit seiner endet deine Kraft
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

Zehr vom Magen, zehr von Deutschlands Saft
Bis mit seiner endet deine Kraft
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

Zehre Magen, zehr vom deutschen Saft
Bis mit einmal endet deine Kraft
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

Zehre, Magen, zehr vom deutschen Saft
Bis mit einmal endet deine Kraft
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin, –
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

9

Ernten schwinden, doch die Kriege nicht,
Und der Bruder gegen Bruder ficht;
Mit der Sens’ und Schaufel sich bewehrt,
Wenn verloren gingen Flint’ und Schwert.

Ernten schwinden, doch die Kriege nicht,
Und der Bruder gegen Bruder ficht;
Mit der Sens’ und Schaufel sich bewehrt,
Wenn verloren gingen Flint’ und Schwert.

Ernten schwinden, doch die Kriege nicht
Und der Bruder gegen Bruder ficht
Mit der Sens’ und Schaufel sich bewehrt
Wenn verloren gingen Flint’ und Schwert.

Ernten schwinden, doch die Kriege nicht,
Und der Bruder gegen Bruder ficht;
Mit der Sens’ und Schaufel sich bewehrt,
Wenn verloren gingen Flint’ und Schwert.

10

Arme werden reich des Geldes rasch,
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch:
Aermer alle mit dem größern Schatz,
Minder Menschen, enger noch der Platz.

Arme werden reich des Geldes rasch,
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch:
Ärmer alle mit dem großen Schatz
Minder Menschen, enger noch der Platz.

Arme werden reich des Geldes rasch
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch
Ärmer alle mit dem größten Schatz
Minder Menschen, enger noch der Platz.

Arme werden reich des Geldes rasch
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch
Ärmer alle mit dem größten Schatz
Minder Menschen, enger noch der Platz.

Arme werden reich des Geldes rasch
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch
Aermer alle mit dem größern Schatz
Minder Menschen, enger noch der Platz.

Arme werden reich des Geldes rasch,
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch:
Aermer alle mit dem größern Schatz,
Minder Menschen, enger noch der Platz.

11

Da die Herrscherthrone abgeschafft,
Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft,
Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt,
Wer berufen wird zu einem Amt.

Da die Herrscherthrone abgeschafft,
Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft,
Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt,
Wer berufen wird zu hohem Amt.

Da die Herrscherthrone abgeschafft
Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft
Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt
Wer berufen wird zu einem Amt.

Da die Herrscherthrone abgeschafft
Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft
Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt
Wer berufen wird zu einem Amt.

Da die Herrscherthrone abgeschafft
Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft
Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt
Wer berufen wird zu einem Amt.

Da die Herrscherthrone abgeschafft,
Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft,
Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt,
Wer berufen wird zu einem Amt.

12

Bauer kaisert bis zum Wendetag,
All sein Mühn – ins Wasser nur ein Schlag:
Mahnerrede fällt auf Wüstensand,
Hörer findet nur der Unverstand.

Bauer kaisert bis zum Wendetag,
All sein Mühn – ins Wasser nur ein Schlag:
Mahnerrede fällt auf Wüstensand,
Hörer findet nur der Unverstand.

Bauer keifert bis zum Wendetag
All sein Mühen ins Wasser nur ein Schlag
Mahnerrede fällt auf Wüstensand
Hörer findet nur der Unverstand.

Bauer kaisert bis zum Wendetag
All sein Mühen ins Wasser nur ein Schlag
Mahnerrede fällt auf Wüstensand
Hörer findet nur der Unverstand

Bauer heuert bis zum Wendetag
All sein Mühn ins Wasser mit ein’m Schlag
Mahnwort fällt auf Wüstensand
Hörer findet nur der Unverstand.

Bauer heuert (keifert?) bis zum Wendetag
All sein Mühn – ins Wasser nur ein Schlag:
Mahnwort fällt auf Wüstensand
Hörer findet nur der Unverstand.

13

Wer die allermeisten Sünden hat,
Fühlt als Richter sich und höchster Rat. –
Raucht das Blut, wird wilder noch das Tier,
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

Wer die allermeisten Sünden hat,
Fühlt als Richter sich und höchster Rat. –
Raucht das Blut, wird wilder noch das Tier,
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

Wer die meisten Sünden hat
Fühlt als Richter sich und höchster Rat
Raucht das Blut, wird wilder noch das Tier
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

Wer die meisten Sünden hat
Fühlt als Richter sich und höchster Rat
Raucht das Blut, wird wilder noch das Tier
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

Wer die meisten Sünden hat
Fühlt als Richter sich und höchster Rat
Raucht das Blut, wird wilder noch das Tier
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

Wer die meisten Sünden hat,
Fühlt als Richter sich und höchster Rat. –
Raucht das Blut, wird wilder noch das Tier,
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

14

Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar,
Schonend nicht den Greis im Silberhaar
Ueber Leichen muß der Höchste fliehn
Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn.

Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar,
Schonend nicht den Greis im Silberhaar
Ueber Leichen muß der Höchste fliehn
Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn.

Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar
Schonend nicht den Greis im Silberhaar
Über Leichen muß der Höchste fliehn
Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn.

Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar
Schonend nicht den Greis im Silberhaar
Ueber Leichen muß der Höchste fliehn
Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn.

Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar
Schonend nicht den Greis im Silberhaar
Ueber Leichen muß der Höchste fliehn
Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn.

Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar,
Schonend nicht den Greis im Silberhaar
Ueber Leichen muß der Höchste fliehn
Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn.

15

Gottverlassen scheint er, ist es nicht;
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht,
Leistet auch in Not er nicht Verzicht,
Femt den Gottesstreit vors nah’ Gericht.

Gottverlassen scheint er, ist es nicht;
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht,
Leistet auch in Not er nicht Verzicht,
Femt den Gottesstreit vors nah’ Gericht.

Gottverlassen scheint er, ist er nicht
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht,
Leistet auch in Not er nicht Verzicht,
Bringt den Gottesstreit vor’s nah Gericht.

Gottverlassen scheint er, ist er nicht
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht
Leistet auch in Not er nicht Verzicht
Bringt den Gottesstreit vor’s nah Gericht.

Gottverlassen scheint er, ist es nicht
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht
Leistet auch in Not er nicht Verzicht
Bringt den Gottesstreit vors nah Gericht.

Gottverlassen scheint er, ist es nicht;
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht,
Leistet auch in Not er nicht Verzicht,
Bringt den Gottesstreit vors nah Gericht.

16

Winter kommt, drei Tage Finsternis,
Blitz und Donner und der Erde Riß.
Bet daheim, verlasse nicht das Haus,
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

Winter kommt, drei Tage Finsternis,
Blitz und Donner und der Erde Riß.
Bet daheim, verlasse nicht das Haus,
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

Winter kommt, drei Tage Finsternis
Blitz und Donner und der Erde Riß
Bet daheim, verlasse nicht das Haus
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

Winter kommt, drei Tage Finsternis
Blitz und Donner und der Erde Riß
Bet daheim, verlasse nicht das Haus
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

Winter kommt, drei Tage Finsternis
Blitz und Donner und der Erde Riß
Bet daheim, verlasse nicht das Haus
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

Winter kommt, drei Tage Finsternis,
Blitz und Donner und der Erde Riß.
Bet daheim, verlasse nicht das Haus,
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

17

Eine Kerz, die ganze Zeit, allein
Gibt, wofern sie brennen will, dir Schein.
Gift’ger Odem dringt aus Staubesnacht:
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht!

Eine Kerz, die ganze Zeit, allein
Gibt, wofern sie brennen will, dir Schein.
Gift’ger Odem dringt aus Staubesnacht:
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht!

Eine Kerz die ganze Zeit alleine gibt
Wofern sie brennen will dir Licht
Geist’ger Odem dringt aus Staubesnacht
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

Eine Kerz die ganze Zeit alleine gibt
Wofern sie brennen will dir Licht
Gift’ger Odem dringt aus Staubesnacht
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein
(Wofern sie brennen will) dir Schein
Gift’ger Odem dringt aus Staubesnacht
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein
Sofern sie brennen will, dir Schein.
Gift’ger Odem dringt aus Staubesnacht:
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht!

18

Gleiches allen Erdgebornen droht,
Doch die Guten sterben sel’gen Tod;
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

Gleiches allen Erdgebornen droht,
Doch die Guten sterben sel’gen Tod;
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

Gleiches allen Erdgebornen droht
Doch die Guten sterben sel’gen Tod
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

Gleiches allen Erdgebornen droht
Doch die Guten sterben sel’gen Tod
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

Gleiches allen Erdgebornen droht
Doch die Guten sterben sel’gen Tod
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.
* Andere Lesart: Menschenkampf

Gleiches allen Erdgebornen droht,
Doch die Guten sterben sel’gen Tod;
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

19

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
Eine andere mit dem Feuer ringt.
Alle Städte werden totenstill,
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
Eine andere mit dem Feuer ringt.
Alle Städte werden totenstill,
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt
Eine andere mit dem Feuer ringt
Alle Städte werden totenstill
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt
Eine andere mit dem Feuer ringt
Alle Städte werden totenstill
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt
Eine andere mit dem Feuer ringt
Alle Städte werden totenstill
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
Eine andere mit dem Feuer ringt.
Alle Städte werden totenstill,
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.

20

Zählst du alle Menschen in der Welt,
Wirst du finden, daß ein Drittel fehlt, –
Was noch übrig, – schau in jedes Land –
Hat zur Hälft verloren den Verstand.

Zählst du alle Menschen in der Welt,
Wirst du finden, daß ein Drittel fehlt, –
Was noch übrig, – schau in jedes Land –
Hat zur Hälft verloren den Verstand.

Zählst du alle Menschen in der Welt
Wirst du finden, daß ein drittel fehlt
Was noch übrig, schau in jedes Land
Hat zur Hälft verloren den Verstand.

Zählst du alle Menschen in der Welt
Wirst du finden, daß ein Drittel fehlt
Was noch übrig, schau in jedes Land
Hat zur Hälft verloren den Verstand.

Zählst du alle Menschen in der Welt
Wirst du finden, daß ein Drittel fehlt
Was noch übrig, schau in jedes Land
Hat zur Hälft verloren den Verstand.

Zählst du alle Menschen in der Welt,
Wirst du finden, daß ein Drittel fehlt, –
Was noch übrig, – schau in jedes Land –
Hat zur Hälft verloren den Verstand.

21

Wie im Sturm ein steuerloses Schiff
Preisgegeben einem jeden Riff,
Schwankt herum der Eintagsherrscherschwarm,
Macht die Bürger ärmer noch als arm.

Wie im Sturm ein steuerloses Schiff
Preisgegeben einem jeden Riff,
Schwankt herum der Eintagsherrscherschwarm,
Macht die Bürger ärmer noch als arm.

Wie im Sturm ein steuerloses Schiff
Preisgegeben einem jeden Riff
Schwankt herum der Eintag-Herrscher Schwarm
Macht die Bürger ärmer noch als arm.

Wie im Sturm ein steuerloses Schiff
Preisgegeben einem jeden Riff
Schwankt herum der Eintag-Herrscher-Schwarm
Macht die Bürger ärmer noch als arm.

Wie im Sturm ein steuerloses Schiff
Preisgegeben einem jeden Riff
Schwankt herum der Eintags-Herrscher-Schwarm
Macht die Bürger ärmer noch als arm.

Wie im Sturm ein steuerloses Schiff
Preisgegeben einem jeden Riff,
Schwankt herum der Eintagsherrscherschwarm,
Macht die Bürger ärmer noch als arm.

22

Denn des Elends einz’ger Hoffnungsstern –
Eines bessern Tages – ist endlos fern.
„Heiland sende, den du senden mußt“,
Tönt es angstvoll aus der Menschenbrust.

Denn des Elends einz’ger Hoffnungsstern –
Eines bessern Tages – ist endlos fern.
„Heiland sende, den du senden mußt“,
Tönt es angstvoll aus der Menschenbrust.

Denn des Elends einz’ger Hoffnungsstern
Eines bessern Tages, ist endlos fern
„Heiland sende, den du senden mußt“
Tönt es angstvoll aus der Menschenbrust.

Denn des Elends einz’ger Hoffnungsstern
Eines bessern Tages ist endlos fern.
„Heiland sende, den du senden mußt“
Tönt es angstvoll aus der Menschenbrust.

Denn des Elends einz’ger Hoffnungsstern
Eines bessern Tages ist endlos fern.
„Heiland sende, den du senden mußt“
Tönt es angstvoll aus der Menschenbrust.

Denn des Elends einz’ger Hoffnungsstern –
Eines bessern Tages – ist endlos fern.
„Heiland sende, den du senden mußt“,
Tönt es angstvoll aus der Menschenbrust.

23

Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf?
Steigt ein neuer Sonnenstern herauf?
„Alles ist verloren!“ – hier noch klingt,
„Alles ist gerettet!“ – Wien schon singt.

Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf?
Steigt ein neuer Sonnenstern herauf?
„Alles ist verloren!“ – hier noch klingt,
„Alles ist gerettet!“ – Wien schon singt.

Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf?
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
„Alles ist verloren!“ hier noch klingt,
„Alles ist gerettet –“ Wien schon singt.

Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf?
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
„Alles ist verloren!“ hier noch klingt,
„Alles ist gerettet –“ Wien schon singt.

Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf?
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
„Alles ist verloren!“ hier noch klingt –
„Alles ist gerettet“, Wien schon singt.

Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf?
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
„Alles ist verloren!“ – hier noch klingt,
„Alles ist gerettet!“ – Wien schon singt.

24

Ja von Osten kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt,
– Weiße Blumen um das Herz des Herrn –
Seinem Rufe folgt der Wackre gern.

Ja von Osten kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt,
– Weiße Blumen um das Herz des Herrn –
Seinem Rufe folgt der Wackre gern.

Ja von Osten kommt der starke Held
Ordnung bringend der verwirrten Welt
Weiße Blumen um das Herz des Herrn
Seinem Rufe folgt der Wackre gern.

Ja von Osten kommt der starke Held
Ordnung bringend der verwirrten Welt
– Weiße Blumen um das Herz des Herrn
Seinem Rufe folgt der Wackre gern.

Ja von Osten kommt der starke Held
Ordnung bringend der verwirrten Welt
Weiße Blumen um das Herz des Herrn
Seinem Rufe folgt der Wackre gern.

Ja von Osten kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt,
– Weiße Blumen um das Herz des Herrn –
Seinem Rufe folgt der Wackre gern.

25

Alle Störer er zum Barren treibt,
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast.

Alle Störer er zum Barren treibt,
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast.

Alle Störer er zu Paaren treibt
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast.

Alle Störer er zu Paaren treibt
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast.

Alle Störer er zu Paaren treibt
Deutschem Reiche deutsches Recht er schreibt
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast
Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast.

Alle Störer er zu Paaren treibt,
Deutschem Reiche deutsches Recht er schreibt
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast.

26

Gottesheld, ein unzerbrechlich Band
Schmiedest du um alles deutsche Land!
Den Verbannten führest du nach Rom,
Große Kaiserweihe schaut ein Dom.

Gottesheld, ein unzerbrechlich Band
Schmiedest du um alles deutsche Land!
Den Verbannten führst du heim nach Rom
Große Königsweihe schaut ein Dom.

Gottesheld, ein unzerbrechlich Band
Schmiedest du um alles deutsche Land
Den Verbannten führest du nach Rom
Große Kaiser schaut der Dom.

Gottesheld, ein unzerbrechlich Band
Schmiedest du um alles deutsche Land
Den Verbannten führest du nach Rom
Große Kaiser schaut der Dom.

Gottesheld, ein unzerbrechlich Band
Schmiedest du um alles deutsche Land
Den Verbannten führest du nach Rom
Große Kaiserweihe schaut ein Dom.

Gottesheld, ein unzerbrechlich Band
Schmiedest du um alles deutsche Land!
Den Verbannten führest du nach Rom,
Große Kaiserweihe schaut ein Dom.

27

Preis dem einundzwanzigsten Konzil,
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt,
Daß nun Reich und Arm sich nicht mehr würgt.

Preis dem einundzwanzigsten Konzil,
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt,
Daß nun Reich und Arm sich nicht mehr würgt.

Preis dem einundzwanzigsten Konzil
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt
Daß nun Reich und Arm sich nicht mehr würgt.

Preis dem einundzwanzigsten Konzil
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt
Daß nun Reich und Arm sich nicht mehr würgt.

Preis dem einundzwanzigsten Konzil
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt
Daß nun Reich und Arm sich nicht mehr würgt.

Preis dem einundzwanzigsten Konzil,
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt,
Daß nun Reich und Arm sich nicht mehr würgt.

28

Deutscher Name, der du littest schwer,
Wieder glänzt um dich die alte Ehr,
Wächst um den verschlung’nen Doppelast,
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

Deutscher Name, der du littest schwer,
Wieder glänzt um dich die alte Ehr,
Wächst um den verschlung’nen Doppelast,
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

Deutscher Name, der du littest schwer
Wieder glänzt um dich die alte Ehr
Wächst um den verschlung’nen Doppelast
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

(Im Besitz einer Passauer Familie seit über 100 Jahr.)
– Mitgeteilt von Dr. Adlmaier.

Deutscher Name, der du littest schwer
Wieder glänzt um dich die alte Ehr
Wächst um den verschlung’nen Doppelast
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

(Im Besitz einer Passauer Familie seit über 100 Jahren.
Mitgeteilt von Dr. Adlmaier.)

Deutscher Name, der du littest schwer
Wieder glänzt um dich die alte Ehr
Wächst um den verschlung’nen Doppelast
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

Deutscher Name, der du littest schwer,
Wieder glänzt um dich die alte Ehr,
Wächst um den verschlung’nen Doppelast,
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

29

Dantes und Cervantes’ weicher Laut
Schon dem deutschen Kinde ist vertraut,
Und am Tiber- wie am Ebrostrand
Singt der braune Freund von Herrmanns Land.

Dantes und Cervantes’ weicher Laut
Schon dem deutschen Kinde ist vertraut,
Und am Tiber- wie am Ebrostrand
Singt der braune Freund von Herrmanns Land.

Dantes und Cervantes welsche Laut
Schon dem deutschen Kinde sind vertraut
Und am Tiber- und am Ebrostrand
Liegt der braune Freund vom Herrmannsland.

Dantes und Cervantes welscher Laut
Schon dem deutschen Kinde ist vertraut,
Und am Tiber- wie am Ebrostrand
Liegt der braune Freund von Herrmannsland

30

Wenn der engelsgleiche Völkerhirt
Wie Antonius zum Wandrer wird,
Den Verirrten barfuß Predigt hält,
Neuer Frühling lacht der ganzen Welt.

Wenn der engelsgleiche Völkerhirt
Wie Antonius zum Wandrer wird,
Den Verirrten barfuß Predigt hält,
Neuer Frühling lacht der ganzen Welt.

Wenn der engelsgleiche Völkerhirt
Wie Antonius zum Wandrer wird
Den Verirrten barfuß Predigt hält
Neuer Frühling lacht der ganzen Welt.

Wenn der engelsgleiche Völkerhirt
Wie Antonius zum Wandrer wird,
Den Verirrten barfuß Predigt hält,
Neuer Frühling lacht der ganzen Welt.

31

Alle Kirchen einig und vereint,
Einer Herde einz’ger Hirt erscheint.
Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz,
Schwarzes Land erstrahlt im Glaubensglanz.

Alle Kirchen einig und vereint,
Einer Herde einz’ger Hirt erscheint.
Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz,
Heidenland erstrahlt im Glaubensglanz.

Alle Kirchen einig und vereint
Einer Herde einz’ger Hirt erscheint
Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz
Schwarzes Land erstrahlt im Glaubensglanz.

Alle Kirchen einig und vereint,
Einer Herde einz’ger Hirt erscheint.
Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz,
Schwarzes Land erstrahlt im Glaubensglanz.

32

Reiche Ernten schau ich jedes Jahr,
Weiser Männer eine große Schar,
Seuch’ und Kriegen ist die Welt entrückt:
Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt.

Reiche Ernten schau ich jedes Jahr,
Weiser Männer eine große Schar,
Seuch’ und Kriegen ist die Welt entrückt:
Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt.

Reiche Ernten schau ich jedes Jahr
Weiser Männer eine große Schar
Seuchen, Kriege sind der Welt entrückt
Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt.

Reiche Ernten schau ich jedes Jahr,
Weiser Männer eine große Schar,
Seuch’ und Kriegen ist die Welt entrückt:
Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt.

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Dieses kündet deutschem Mann und Kind,
Leidend mit dem Land die alte Lind’
Daß der Hochmut mach’ das Maß nicht voll,
Der Gerechte nicht verzweifeln soll.

Dieses kündet deutschem Mann und Kind,
Leidend mit dem Land die alte Lind’
Daß der Hochmut mach’ das Maß nicht voll,
Der Gerechte nicht verzweifeln soll.

Dieses kündet deutschem Mann und Kind
Leidend mit dem Land die alte Lind
Daß der Hochmut mach das Maß nicht voll
Der Gerechte nicht verzweifeln soll.

Dieses kündet deutschem Mann und Kind,
Leidend mit dem Land die alte Lind’
Daß der Hochmut mach’ das Maß nicht voll,
Der Gerechte nicht verzweifeln soll.

Sonstiges

  1. Die Verse mit ihren mutmaßlichen Vorlagen