Josef Stockert

Aus Bibliothek der Weltenwende
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Josef Stocker: Der dritte Weltkrieg und was danach kommt, Ausgabe von 1978[1]

Vision vom Ostermontag 1947 in einem Brief vom 23. August 1947

„An jenem Ostermontag 1947 ging ich zeitig zu Bett, denn ich war sehr müde. Es war noch Tag und ich konnte nicht einschlafen. Vor meinen Augen entschwanden plötzlich die Möbel und Wände und ich schaute ins Freie. Die Länder Europas und Asiens lagen ausgebreitet vor mir.
Es war, als wenn alle bösen Geister auf mich einstürmten. Ein Bild des Schreckens mußte ich schauen. Ich sah ein furchtbares Blutbad, das sich in unseren Tagen abspielen wird. Die ganze Nacht war ich wach und konnte mich nicht wehren gegen das, was sich meinen Augen darbot.
Ich sah ein großes Tier. Sein Körper war mit vielen großen und kleinen Geschwüren und Eiterbeulen bedeckt. Als ich näher hinsah, stiegen aus diesen Rauch und Feuerflammen empor. Die Füße des Tieres waren wie gewaltige Tatzen eines Löwen. Mit den Vorderfüßen stand es in Bayern nördlich der Donau und auf der unteren Hälfte Englands. Die rechte Vordertatze hatte ein großes Geschwür. Rauch und Feuer stiegen daraus hervor. Die Hinterfüße standen in Rußland und der Schwanz reichte weit nach Asien hinein. Am ganzen Körper war es blutig. Die Geschwüre leuchteten in rotgelblicher Farbe; ein furchtbarer Gestank kam daraus hervor und sie brannten wie Feuer.
Plötzlich sah ich über Bayern eine Zeitlang den Tod als Knochengerippe schweben. Als die Muttergottes über ihm erschien, mußte er weichen und er schwebte dann über dem Tier und mähte und mähte. Die Muttergottes hielt auf ihrem Arm das Jesukind, das segenspendend seine Hand erhob. Es schaute und zeigte in die Richtung nach Norden, wo der Tod noch immer mähte. Zu Füßen der Gottesmutter wand sich eine Schlange.
In den Fluten der Donau sah ich blutige Köpfe liegen. Das Wasser staute sich und war rot von Blut. Einer der Köpfe lag zur Linken und einer zur Rechten des Donauknies. Die zwei blutigen Stümpfe dieser Hydra, schauten noch drohend gegen Süden.
Als ich einen Blick nach Süden richtete, wurde ich von noch größerem Schrecken ergriffen. Dort sah ich einen blutigen Frosch oder vielmehr eine garstige und mit Eiterbeulen bedeckte Kröte. Sie befand sich etwa dort, wo die Stadt Rom ist und schaute gegen Norden, wo das Tier lag.
Westlich des Rheins sah ich einen Mann gegen dieses abscheuliche Tier kämpfen, denn es lag über viele Länder ausgebreitet und drohte deren Völker zu erdrücken. Der Mann kämpfte leidenschaftlich und zäh. Er war von hellem Licht umgeben und in der rechten Hand führte er ein zweischneidiges Schwert. Seine Bekleidung erschien mir ganz anliegend wie die eines Tauchers. Sein Kopf steckte in einem glasartigen Überzug. Seine Gesichtszüge vermochte ich zu unterscheiden: Er trug einen schwarzen gestutzten Schnurrbart. Auf seinem Haupte leuchtete eine Krone, die mir dadurch ganz besonders auffiel, daß das in der Mitte befindliche Kreuz in schräger Richtung stand. Mit beiden Füssen stand er westlich des Rheins.
Plötzlich sah ich im Rhein ein blutiges Haupt liegen, das Wasser staute sich und war rot von Blut. Zwei andere Köpfe, deren Mienen Schmerz und Wut widerspiegelten, spien Unflat gegen den kämpfenden Monarchen aus. Sie glichen Menschenköpfen, trugen einen Bart und zwei Hörner.
Südwestlich des Monarchen sah ich ein helles Licht. Ich konnte nicht unterscheiden, ob es eine Stadt oder etwas anderes war. Aber ich sah dort in der Nähe den Hl. Vater. Außerdem sah ich noch eine große Lichtsäule, die bis in den Himmel reichte. Der Monarch, der noch immer mit dem Tier kämpfte, wurde von dieser Lichtsäule gestärkt. In Zeitabständen sah ich Licht von der Säule auf ihn übergehen und neue Kraft belebte seine Glieder.
Der blutrote Frosch, der in Italien saß, umklammerte die Heilige Stadt. Er lauerte ständig auf den Papst und liebäugelte mit dem großen Tier. Der Heilige Vater entkam aber unversehrt aus der Stadt.
Aus dem Rumpfende des Tieres ragten zwei Köpfe, die von Südosten her große Gefahr witterten. Sie sahen sehr grimmig aus. Der Schwanz, der sich bis nach Asien erstreckte, war eingekrümmt und voll Blut. Nach allen Seiten schlug dieser Schwanz und vernichtete alles, was er erreichte. Ich sah hier ein großes Gräberfeld.
Die Muttergottes erschien auf einmal über München. Sie blickte nach Norden, wo das Tier war und der Tod noch immer mähte. Der Tod geriet in das Licht der Gottesmutter, das von Ihr in Ihrer Blickrichtung ausstrahlte. Das Tier lag noch immer ausgebreitet über dem deutschen Land. Seine gewaltigen Tatzen standen sprungbereit. Die Eiterbeulen und Geschwüre an seinem ganzen Körper leuchteten in furchtbarem Rot. Seine Kraft war bereits geschwächt, denn es krümmte sich vor Schmerz. Das Licht der Gottesmutter blendete es und verminderte seine Kampfeskraft. Vor Wut zerstörte es alles, was sich ihm entgegenstellte.“

Das Tier

„Erschreckt sah ich aus den Tiefen des Meeres ein Tier, eine siebenköpfige Schlange emporsteigen. Sie kam aus dem Schlund der Hölle und breitete sich rasch über die vor mir liegenden Länder aus. Bald umklammerte sie den ganzen Erdball und dehnte sich noch immer aus. Ihre Farbe war schmutzig-grau bis grünlich. Sie verkörperte Legionen von Teufeln und Dämonen, die reichlich Nahrung fanden bei den Menschen, die sie fütterten. Der Körper dieser Schlange war mit kleinen und großen Eiterbeulen und Geschwüren bedeckt. Diese bedeuten kleine und große Städte, die stark mit der Sünde buhlen.
Rauch und Feuer brachen daraus hervor und ein furchtbarer Gestank verbreitete sich, verursacht durch den Fluch der Sünde: Gottlosigkeit, Lieblosigkeit und Unkeuschheit. Die Geister, die die Menschen rufen, werden sie nicht mehr los; da alle Begierlichkeit der Sinne und die ungeordnete Lust nach Ergötzungen in den Dienst des Tieres gestellt sind. Ihr Gott ist der Bauch. Die Menschen lieben das Tier und beten es an durch ihre Sünden.
Diese Hydra mit ihren Häuptern an den sieben langen und weithinausragenden Hälsen sind Menschen und Führer gottloser und antichristlicher Strömungen. Durch ihren Bart und die zwei Hörner auf dem Kopf sind sie für mich unkenntlich; ihre Richtung aber, die sie vertreten, kenne ich. Es sind: Bolschewismus, Freimaurertum, Verstandesdünkel und falsches Vertrauen auf sich und die Wissenschaft, Materialismus und andere… Rauch und Feuer breitet sich über viele Länder aus, die nach der Katastrophe nicht mehr sein werden.
Das Donauknie: Gemeint ist das Knie bei Regensburg. Links und rechts davon liegt in den Fluten der Donau ein Haupt dieser Hydra. Beide Köpfe wurden abgetrennt von dem weithinausragenden Halse des Tieres…“

Der blutigrote Frosch

„Schaute ich nach Süden, überkam mich ein noch größerer Schrecken. Ich sah nicht nur das südliche Europa, sondern auch die untere Hälfte der Erdkugel. Ich konzentrierte mich mehr auf die Stadt Rom, die mir besonders am Herzen liegt. Eine ekelerregende, mit Blut und Eiterbeulen bedeckte Kröte umklammerte die heilige Stadt. Sie lauerte auf den Heiligen Vater und liebäugelte mit dem großen Tier. Die Kröte versinnbildet alle gottlosen und antichristlichen Strömungen. Ihre Führer machten die schmutzigsten Geschäfte mit dem Heiligen Stuhl. Sie gingen im Schafspelz getarnt beim Papst ein und aus und hinterließen dort dämonischen Schmutz. Alle die kamen und gingen, waren Gesandte des Tieres und suchten ihren Vorteil.
Der Papst war entsetzt über die politische Lage, er weinte und betete ganze Nächte hindurch. Viele Anweisungen des Papstes wurden nicht befolgt oder gelangten unklar und verdreht ins Volk.
Der Heiland ist in seinen wahren Dienern abermals an die Geiselsäule gebunden und muß wieder die entsetzlichen Schläge dulden. In der heiligen Eucharistie wird Er verunehrt und mißachtet.“

Der Schnitter Tod

„Ich sah den Tod als Knochengerippe über viele Länder schweben. Rauch, Feuer, Giftgase und alle technischen Errungenschaften benützte er als seine Werkzeuge. So wie ein Schnitter sein Getreide mäht und Hunderte von Halmen auf einmal zu Boden streckt, so wird der Tod Tausende und Millionen Menschen auf einmal austilgen… Die Menschen werden in ihrer Angst die Toten beneiden und den Tod als Erlösung betrachten.“

Die seligste Jungfrau und Gottesmutter

„Die Patrona Bavariae schwebte eine Zeitlang über München. Sie hatte den Tod abgelöst, der durch Bayern nach Norden schwebte. Auch über Bayern sah ich sie mit dem Jesukind schweben.
Die unbefleckte Jungfrau kam an mehrere Orte und wollte eine Herberge finden. Überall, wo sie in Erscheinung trat, wurde sie von Kindern und Erwachsenen mit freudigem Herzen aufgenommen. Sie hatte eine wichtige Botschaft an alle Menschen. Sie kam oft Wochen, Monate und Jahre hindurch und wirkte Wunder, daß auch die Obrigkeit der Kirche glauben möchte. In Deutschland, im Herzen Europas, wollte sie bleiben. Sie weiß, daß besonders Deutschland und Mitteleuropa ihren Schutz nötiger haben, mehr als alle anderen Völker.
Sie forderte die Menschen auf, Busse zu tun für die begangenen Sünden und ihren Sohn nicht mehr zu beleidigen. Sollten sich aber die Menschen nicht bessern, werde ein großes Strafgericht sie züchtigen und viele würden in die Hölle stürzen. Doch alle Mahnungen der Gottesmutter waren in den Wind gesprochen. Die Hohenpriester unserer Zeit waren gegenüber den Aussagen der Kinder zu skeptisch und glaubten ihnen nicht. Durch ablehnende Haltung zeigten sie ihre Menschenfurcht.
Dann trat etwas Furchtbares ein; das Tier setzte zum Sprung auf die seligste, jungfräuliche Mutter an, die nur die Botschaft ihres Sohnes den Würdenträgern mitteilen wollte. Sie aber entwich und schwebte an einen anderen Ort, um sich abermals bei den Menschenkindern zu zeigen. Sie wußte, welche Gefahr ihnen droht und wollte sie retten. Doch nirgends ließ man ihr ein Plätzchen, um abermals ihren geliebten Sohn gebären zu können in den Herzen der Menschen. Sie wollte nur Vorläuferin sein und die Menschheit ihrem göttlichen Sohn entgegenführen…
Da die Heilige Jungfrau in fast keinem Lande angehört und aufgenommen wurde, hat Gott das Strafgericht bereits festgelegt. Die Drangsal wird über alle Völker hereinbrechen, da sie nicht Busse tun und sich nicht bekehren.
Als Noe auf Geheiß Gottes die Arche baute, wurde er von seinen Mitmenschen verlacht und verspottet. Heute hat man Schlagworte, wie Schwarmgeister, für jene Christen, die in ihrer Überzeugung an den Botschaften des Himmels festhalten, sie befolgen und die Botschaft der Gottesmutter verbreiten. Aber genau so wie damals bei der Sintflut werden die, welche nicht glauben und nicht anbeten und nur Irdisches im Herzen haben, zugrundegehen… Die Botschaften der Muttergottes in aller Welt und die vielen Warnungen des Himmels wurden
bis heute weder von den Regierungen, noch von den Häuptern der Kirche ernst genommen. Es ist höchste Zeit; bald wird es keine Regierungen mehr geben, nur noch Chaos.“

Die Warnung des Himmels an die Menschheit

„Nach der Warnung des Himmels werden die Geister geschieden sein. Es wird nur noch gute und böse Menschen geben. Durch momentane Erkenntnis wird den Menschen die schwere Schuld bewußt. (Die einen bekehren sich, die anderen verhärten sich im Bösen!) Bisher haben sie ihr Gewissen betäubt und sich abgelenkt, nun aber fühlen sie die schwere Last, die auf ihnen ruht Viele die in schwerer Schuld stehen, werden von diesen Ereignissen so erschreckt, daß sie sterben werden…“

Rauch und Feuerflammen

„Sie sind Zeichen der Vernichtung. Überall in den Ländern, wo sich Rauch zeigte und Feuerflammen, die über viele Erdteile hinkriechen, sind Menschen und ihre Wohnstätten der Vernichtung preisgegeben. Auch in den Überseestaaten wird die Vernichtung groß sein.“

Der Mann am Rhein

„Die Zeit arbeitet für den großen Monarchen und das neue Europa. Der Unflat, den das Tier gegen den Monarchen schleudert, sind Feindschaft und Hass einiger Völker gegen ihn. Aber Gott ist auf seiner Seite durch die in den Himmel ragende Lichtsäule wird der Monarch gestärkt.“

Auszug aus einem Brief an einen Freund vom 7. März 1948

„In vielen Kirchen sah ich die Stufen des Altares befleckt mit dem Blute von hingemordeten Priestern und frommen Personen. Satan ist es, der dieses Werk vollbringen wird, aber die Menschen sind die Werkzeuge, deren er sich bedient.
Es werden Tausende von Panzern unser Heimatland überrollen und viele Menschen in Knechtschaft geraten.
In den Häusern und auf den Strassen häufen sich die Leichen und niemand findet sich, der sie beerdigt. Seuchen und Krankheiten brechen aus und Hunger wütet in den Eingeweiden der Menschen, die auf Leben und Tod kämpfen. Unsagbares Elend starrt aus den Fenstern der Häuser. Überall klebt Blut.
Schaue ich nach Nordwest, sehe ich die Wasser der Nordsee über ihre Ufer treten und weit die Länder überfluten.
Erhebe ich meinen Geist in die Lüfte, sehe ich wie Todesengel ausziehen und ihre Giftschalen über die gesamte Menschheit ausleeren. Ganze Völker werden dahinsterben.
Die Erde wird aus ihrer Bahn geworfen und die Sonne verfinstert sich. Die Toten, die vielen Gefallenen und Märtyrer unserer Zeit, stehen auf, um den Kampf gegen Satan und seinen Anhang aufzunehmen (dreitägige Finsternis). Wehe den Unbußfertigen, denn auf diese werfen sich die bösen Geister und reißen viele von ihnen mit sich, bis die Teufel durch die mächtige Hilfe unserer himmlischen Mutter verbannt werden. Mit Gottes Hilfe
werden die Bestien in die Flucht getrieben. Die Erde, die aus ihrer Bahn geworfen ist, nimmt ihre Bahn wieder auf.
Erst wenn gesühnt ist, werden die Toten beerdigt. Die Sonne leuchtet wieder klar und hell und alle Menschen loben Gott und seine hl. Mutter. Das Licht unserer heiligen und reinsten Jungfrau wird vom Himmel aus über alle Völker, soweit sie noch am Leben sind, erstrahlen und sie wird sich vom Himmel aus in ihrer wunderbaren Schönheit zeigen und uns den Frieden verkünden.“

Wolfgang Johannes Bekh – Das dritte Weltgeschehen, 1980[2]

Vision vom 21. März 1949

„Von Osten her kommend floß Blut in Strömen bis an die Grenzen unseres lieben Bayernlandes. Viele Menschen wurden von diesem Blutstrom erfaßt, mitgerissen und sie ertranken jämmerlich darin. – Ein Teil der Ertrinkenden konnte sich festhalten und hoffte, sich auf diese Art zu retten. Andere Menschen, die nicht von diesem Strom erfaßt waren, trampelten in ihrer Bosheit in diesem Blut herum, welches das kostbare Blut Jesu war, und traten es mit Füßen. Dann hörte ich die Stimme des Heilandes, die Sprach: ‚Mit ihren Zungen geißeln sie mich, mit ihren Werken flechten sie mir die Dornenkrone und mit ihren Flüchen zimmern sie mir das Kreuz.‘ Sodann sah ich das Kreuz in seiner ganzen Länge auf dem Bayernlande liegen. Es reichte mit dem Längsbalken von Hof bis westlich von München, wo sich der Kreuzquerbalken nach nordwestlicher Richtung ausdehnte.“

Quellen

  1. Stocker, Josef: Der dritte Weltkrieg und was danach kommt. St. Andrä-Wördern 1978.
  2. Bekh, Wolfgang Johannes: Das dritte Weltgeschehen. Pfaffenhofen 1980.