Alois Simon Maaß

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Wolfgang Johannes Bekh – Am Vorabend der Finsternis, 1988[1]

„Er sagte: ‚Was, Eisenbahn? Teufelsbahn! Die bringt uns nichts Gutes, damit tut man dem Antichrist den Weg auf!‘ (Durch den besseren Verkehr kommen nicht nur Wohlstand, sondern auch schlechte Sitten und Glaubensabfall in das Land.)
‚Wenn die Welt mit Draht und Eisen umsponnen sein wird, dann wird es kleine Leute geben.‘ (Kleine Kinder werden dann sehr frühreif sein und von Schlechtigkeiten mehr wissen als früher große Leute oder Erwachsene.) Telefon und der Elektro-Generator (1866) wurden erst nach seinem Tod erfunden, er sagte aber schon voraus, daß die Welt einmal mit Drähten umspannt sein wird.
‚Wenn die Kinder wie Affen gekleidet sind, wird das Luthertum in Tirol einziehen.‘ (Darunter wird er wohl die heutige religiöse Gleichgültigkeit und das Sichhinwegsetzen über die Gebote der Kirche verstanden haben.)
‚Wenn der Luxus so goß geworden ist, daß man Männer und Frauen an der Kleidung nicht mehr unterscheiden kann, und wenn unter jeder Stalltüre eine Art Kellnerin steht (eine Stallmagd, die so schmuck angezogen ist wie eine Kellnerin im Wirtshaus), dann paßt auf, dann kommen die letzten Zeiten.‘
‚Wenn die Eitelkeit auf den Friedhof kommt (Mode beim Begräbnis), weicht das Christentum aus dem Haus.‘
‚Wenn man ohne Pferd die ganze Erde umfahren kann, dann geht es dem Ende der Welt zu.‘ Er war der Anschauung, daß dem Weltuntergang eine schreckliche Katastrophe vorausgehen werde (Anmerkung: Das Dritte Weltgeschehen, der Bankabräumer und eine darauffolgende Friedenszeit). Hierüber unterhielt sich Maaß des öfteren mit seinen Hilfsgeistlichen. Einen gewissen Trost für das Land Tirol enthält ein solchen Gesprächen beigefügter Zusatz: ‚Cum Tiroli mitius agetur propter Rosarium - Mit Tirol wird dabei wegen des Rosenkranzgebetes milder verfahren werden.‘ Der allabendliche Hausrosenkranz wird Tirol die Zuchtrute, die Gott über den Erdball und seine Völker schwingen wird, weniger verspüren lassen.
Das Volk überliefert noch andere Aussprüche von Maaß: ‚Wenn der Inn durch den Berg hindurch an Landeck vorbeifließt, dann dauerts nicht mehr lange.‘ Dieses vor über hundertfünfzig Jahren prophezeite Ereignis konnte damals unmöglich auf natürliche Weise vorhergesehen werden. Die Weissagung ging durch den Bau des Elektrizitätswerkes Prutz-Imsterau (bei Imst) in Erfüllung. Der Inn kann nun durch den Berg fließen.
‚Prutz verrinnt, Kauns verbrinnt (verbrennt) und Zams wird eine Ochsenalm.‘ Durch den neuen Stausee im Kaunertal (1965) ist eine Überschwemmung von Prun durch das vorhergesagte weltweite Erdbeben beim Dritten Weltkrieg möglich. Danach wird das obere Inntal so entvölkert sein, daß es zu einer Alm wird und alle überlebenden Bewohner von Zams unter einem Kirschbaum Platz haben.
‚Über den Reschenpaß (von Meran nach Landeck) wird man dreimal versuchen eine Eisenbahn zu bauen und jedesmal wird bei Baubeginn der Krieg ausbrechen und alles vereiteln.‘ (Zweimal, vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, ist das bereits eingetroffen!)
‚Man wird über das Inntal in das Pitztal hinein eine Brücke bauen. Sie wird aber nicht mehr ganz fertigwerden, da beginnt die große Weltkatastrophe.‘ Eine weitgespannte Bogenbrücke in das Pitztal wurde 1983 dem Straßenverkehr übergeben, aber nichts geschah. Nun wird in der Tiroler Tageszeitung vom 26. November 1986 das Zukunftsprojekt einer neuen Nord-Süd-Eisenbahnlinie: ‚EG-Tunnel‘ durch Tirol dargelegt! Diese geplante Scheitel-Flachbahn durch die Alpen würde Bayern mit Mailand verbinden, und es wären bei diesem Vorhaben nur maximal 33 km lange Tunnels nötig. Diese neue Linie kommt von Norden in einem Tunnel nach Reutte, verschwindet dort in einem Tunnel bis Karres (bei Imst), überquert den Inn (in 830 m Seehöhe) auf einer Brücke in das Pitztal nach Wenns, verschwindet in einem Tunnel nach Prutz, dann von Pfunds nach Schluderns (Mals) in Südtirol, von wo sie in Richtung Süd-West unter dem Ortler hindurch nach Bergamo geführt wird. Käme dieses Projekt zustande, könnte man sich regelrecht vor das Pitztal stellen und beim Brückenbau zusehen, wie sich die Zeichen der Zeit erfüllen.
Die Mitteilung dieser Zukunftsschau wird Pfarrer Josef Stocker, Hall in Tirol, verdankt (siehe Literaturverzeichnis).

Quelle

  1. Bekh, Wolfgang Johannes: Am Vorabend der Finsternis. Pfaffenhofen 1988.

Literatur

  1. Bader, P. Meinrad: Der alte Fließer Pfarrer Alois Maaß. Stift Stams 1899, 31981.
  2. Stocker, Joseph: Der dritte Weltkrieg und was danach kommt. Wien 1978.
  3. Stocker, Joseph: Prophetenworte über die Zukunft der Menschheit; eine Textsammlung, Band 2. Wien 1978.

Sonstiges

  1. Einschätzung Maaß’ und Quellenlage des Reschenpaßbahnbaus